5 Tipps für mehr Sicherheit auf dem Velo im Herbst & Winter

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Infografik „Sicherheitstipps für das Velofahren in Herbst & Winter“

Trotz der dunkleren Abende und Morgen ist der Herbst eine tolle Zeit, sich aufs Velo zu schwingen. Doch jedes Jahr im Herbst zeigt sich dasselbe Bild: Gerade wenn die Wege für Freizeitradler, Velo-Pendler und Radsportler in bestem Zustand sind – trocken, schnell und nach der langen Fahrradsaison gut komprimiert – fallen die Blätter und verdecken Hindernisse, verstecken Pfützen und Schlaglöcher und verwandeln Kurven in rutschige Schlitterzonen. Verbessern Sie Ihre Sicherheit auf dem Velo und umgehen lauernde Fallen anhand folgender Tipps.

1. Bringen Sie Ihr Velo auf Vordermann

Wenn die letzte Generalüberholung eine Weile her ist, ist es an der Zeit, es in die nächstgelegene Fahrradwerkstatt zu bringen. Hier werden alle beweglichen und entfernbaren Teile einem gründlichen Check unterzogen und gesäubert. Einige kleinere Reparaturen können Sie sicher auch selbst durchführen, wenn Ihr Rad ansonsten in einem guten Zustand ist. Reinigen Sie es – insbesondere die Kette und das Schaltgetriebe – und steigen Sie um auf ein wässriges Kettenöl, das in feuchtem Wetter bessere Dienste leistet.

2. Kontrollieren Sie die Bremsen

Ob Felgen- oder Scheibenbremsen – Sie wollen sichergehen, dass Ihre Bremsen gut funktionieren und die Bremsbeläge noch eine ausreichende Dicke aufweisen. Sind sie abgenutzt, müssen sie erneuert werden.

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3. Lichter an!

Über den langen hellen Sommer ist es leicht, die Lichtanlage zu vernachlässigen. Die dunklen Abende und Morgen kommen jedoch schneller als gedacht, so dass auch dieser Punkt gecheckt sein will. Am sichersten sind Lichter mit Blinkfunktion und eingebautem Stromspeicher oder Batterien, die auch im Stand noch weiterleuchten und nicht von einem rotierenden Dynamo abhängen. Laden Sie sie voll auf oder tauschen die Batterien aus, wenn Sie die Lichter einige Monate lang nicht benutzt haben. Sie wollen nicht erst unterwegs herausfinden, dass sie kaputt oder leer sind.

4. Signalfarben – jetzt ist die Zeit für gute Sichtbarkeit!

Trübere Tage, dunklere Morgen und frühere Dämmerung nahen und es ist erstaunlich, wie leicht in diesen Situationen ein Radfahrer vor dem Hintergrund einer Häuserfront oder Baumallee unsichtbar wird. Lichter sind stets das erste Mittel für bessere Sichtbarkeit im Strassenverkehr – und zudem rechtlich vorgeschrieben – doch auch mit der richtigen Kleidung können Sie zu Ihrer Sicherheit beitragen. Signalfarben und Licht reflektierende Details an Jacke, Hose und Cape sowie auch Helm, Handschuhen oder Rucksack machen Sie zum auffälligen Blickfang.

Obige Tipps für mehr Sicherheit auf dem Velo im Herbst in der Übersicht:

• Tragen Sie helle, gut sichtbare Kleidung.
• Tragen Sie Signalfarben an Kleidung und Equipment.
• Investieren Sie in Vorder- und Rücklicht mit Stand- und Blinkfunktion.
• Haben Sie Reflektoren an Kleidung, Equipment und Reifen.
• Bringen Sie Ihr Fahrrad auf technisch einwandfreien Stand.
• Tragen Sie IMMER einen Helm!

5. Ändern Sie Ihr Fahrverhalten

Neben einer Generalüberholung Ihrer Ausstattung und Ihres Rads ist es ebenso wichtig, Ihre praktischen Fertigkeiten einem Check zu unterziehen. Mit den folgenden kleinen Tipps und Tricks zum Fahrverhalten im Herbst lassen sich viele Unfälle vermeiden.

Rollen im Stand

Um sicher durch versteckte Rillen und über mit Laub bedecktes Gestein, Geröll und Äste zu rollen, wechseln Sie vom Sitz in den Stand. Stehen Sie auf Ihren Pedalen und halten Sie die Balance mit Ihren Füssen in der 3- und 9-Uhr-Position. Verlagern Sie Ihren Schwerpunkt – den Po – hinter den Sattel, ohne dabei die Füsse aus der Waage zu nehmen. Bleiben Sie locker und lassen das Vorderrad den Weg durch und über die Hindernisse finden.

Hochschalten

In einem höheren, schwereren Gang als gewöhnlich zu fahren, hilft, ein Durchdrehen des Hinterrades zu vermeiden – ein häufiges Ärgernis bei Anstiegen auf nicht asphaltierten Wegen und losem Geröll. Belastet das Fahren bergauf im höheren Gang Ihre Knie zu sehr, steigen Sie lieber vom Rad und schieben es.

Leichte Hand am Bremshebel

Nasse Blätter oder laubbedeckte Steine und Äste können glitschig sein. Um in solchen Situationen nicht wegzurutschen, müssen die Räder in Bewegung bleiben. Kein hartes, ruckartiges Anziehen der Bremsen oder sie blockieren und Sie finden sich auch einem Laubschlitten wieder und verlieren jegliche Bremskraft. Bleiben Sie in Kontrolle, indem Sie mit Fingerspitzengefühl Ihre Bremsen bedienen: Vorsichtiges, schrittweises Anziehen der Bremsen ist das Geheimnis. Sie werden nicht sofort anhalten, doch dafür kontrolliert und sicher bremsen.

In Kurven

Eine scharfe Kurve am Abhang oder auf blätterbedecktem Boden? Seien Sie darauf vorbereitet, den der Kurve zugewandten, inneren Fuss zu Hilfe zu nehmen, doch setzen Sie ihn nicht ab. Manchmal kann bereits die Gewichtsverlagerung, die durch ein schlichtes Ausschwingen des Fusses verursacht wurde, zu genug Traktion in der Kurve verhelfen, um ein Wegrutschen zu verhindern.

Nach der Fahrt

Eine Mischung aus matschig-schlammigen Blättern im Profil Ihrer Reifen, an der Gabel und am Rahmen verlangsamt jede Vorwärtsbewegung. Das einzige sichere Mittel während der Fahrt ist das Entfernen von Schlamm und Laub per Hand. Wieder daheim muss dann sofort eine gründliche Wäsche folgen, denn um einiges schwieriger wird es, wenn die Masse einmal angetrocknet ist.

 

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