portrait happy toddler boy  in the car

Der passende Kindersitz für optimale Sicherheit

Wie Sie Ihr Kind im Auto richtig sichern und worauf Sie bei einem Autokindersitz achten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

 

Vorschriften in der Schweiz
Alle Kinder bis 12 Jahren oder bis zu einer Grösse von 150 cm müssen in einem Kindersitz gesichert werden. Das schreibt die Verkehrsregelnverordnung der Schweiz seit 2010 vor. Sobald eine dieser Grenzen erreicht ist, greift die Gurtentragpflicht.  Verstösse gegen diese Vorschriften gefährden nicht nur Ihre Kinder, sondern belasten obendrein den Geldbeutel: Es drohen Geldbussen von mehr als 60 Schweizer Franken.
Zugelassen sind aber nur jene Kindersitze mit den ECE-Prüfnummern R44.03 und R44.04. Seit 2014 gilt zusätzlich die neue Prüfnummer ECE R129, die sich an der Körpergrösse des Kindes orientiert.

Die richtige Kindersitzgrösse finden
Die bisherigen ECE-Richtlinien dagegen teilen Kindersitze noch nach Gewicht und Alter des Kindes in verschiedene Grössenklassen ein. Als Faustregel gilt: Wenn der Kopf des Kindes über die Schale hinauswächst, ist der Wechsel auf ein grösseres Modell notwendig.

Die Grösse 0+ ist für Kinder von 0-13 Kg und bis ca. 18 Monate geeignet. In diesem Alter bieten nur rückwärtsgerichtete Babyschalen einen optimalen Schutz für den Kopf und Rückenbereich.

Kindersitze der Grösse 1 eignen sich für Kinder von 9-18 Kg und bis ca. 4 Jahre. Eltern haben die Wahl zwischen den meist vorwärtsgerichteten und einigen rückwärtsgerichteten Kindersitzen (Reboarder). Der Kindersitzgurt sollte aber bei allen Modellen ca. 2 cm über den Schultern des Kindes verlaufen.

Die Kindersitze der Grösse 2/3 dienen Kindern ab 15 Kg und bis 12 Jahre vor allem als Sitzerhöher für einen sicheren Gurtverlauf. Ab dieser Grössenklasse können Eltern sich auch für Sitzerhöher mit oder ohne Rückenlehne entscheiden.

Brauchen grössere Kinder einen Sitzerhöher mit Rückenlehne?
Einfache Sitzerhöher ohne Rückenlehne sind eine preisgünstige Alternative zu denen mit Rückenlehne und erfüllen ebenso die gesetzlichen Vorschriften. Allerdings schützen nur die Sitzerhöher mit Rückenlehne den Kopf des Kindes bei einem Seitenaufprall. Daher empfehlen Experten oft einen Sitzerhöher mit Rückenlehne für mehr Sicherheit und Komfort.

Richtig sichern: Typische Fehler vermeiden
Laut Beratungsstelle für Unfallverhütung sind viele Kinder nicht richtig gesichert. Nicht immer sind die Fehler so offensichtlich wie ein unbefestigter Kindersitz oder ein ungesichertes Kind im Laderaum. Oft ist auch eine unwissentlich falsche Verwendung des Kindersitzes Schuld. Die falsche Kindersitzgrösse ist beispielsweise solch ein Fehler. Weitere typische Bedienungsfehler:

  • Der Kindersitz ist zu locker befestigt
  • Die Gurtführung für die Befestigung ist falsch
  • Die Kinderhaltegurte sind zu lose oder verdreht: Vorsicht bei dicken Jacken!
  • Der Gurt verläuft fälschlicherweise am Hals, am Bauch oder unter dem Arm. Dies kann bei Unfällen schwere innere Verletzungen oder ein Herausrutschen verursachen.

Diese Fehler lassen sich jedoch einfach vermeiden:

  • Die Bedienungsanleitung des Kindersitzes immer lesen.
  • Den Kindersitz fest mit dem Fahrzeugsitz verbinden (mit Gurt oder Isofix).
  • Die Gurte immer straffen.
  • Kindersitz und Gurte an die aktuelle Grösse anpassen.
  • Der optimale Platz für einen Kindersitz ist der rechte Rücksitz (Strassenrandseite).

Mit diesen Tipps sind Sie und vor allem Ihre Kinder sicher im Auto unterwegs.

Foto: marchibas – fotolia.com

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