Die 5 besten Entspannungsübungen für zu Hause

In der Firma war heute der Teufel los. Ihr Chef war schlecht gelaunt und hat Ihnen Überstunden aufgebrummt. Zu Hause ist es auch nicht viel besser. Die Kinder sind heute unerträglich; die Bügelwäsche stapelt sich meterhoch in der Ecke, und Hunger haben Sie auch. Während Sie noch mit Ihrem Partner bzw. mit Ihrer Partnerin diskutieren, wer heute das Kochen übernimmt, denken Sie: „Irgendwann halte ich das alles nicht mehr aus!“ Kein Zweifel – Sie haben Stress. Und Sie spüren ihn in jeder Zelle Ihres Körpers. Sie sind hektisch, nervös, gereizt. Die Gedanken an all die unerledigte Arbeit im Büro und zu Hause reissen nicht ab. Vielleicht hilft ein Gläschen Rotwein? Oder zwei?

Stress macht krank

Stress – vor allem Dauerstress, macht krank. Da wir dem ganz normalen Alltagswahnsinn aber nicht völlig entfliehen können, müssen wir für einen Ausgleich sorgen. Und der heisst Entspannung. Entspannen kann man mit Bewegung oder durch Meditation. Doch das ist leichter gesagt als getan. Sie haben weder Zeit noch Lust, abends durch den Park zu joggen oder stundenlang daheim zu meditieren. Viele Entspannungsübungen erfordern Übung und Zeit – Zeit, die Sie nicht haben.

Entspannung auf Knopfdruck

Entspannung auf Knopfdruck – das wär‘s. Alkohol ist dafür jedoch nicht das Richtige. Versuchen Sie es doch einmal mit unseren ausgewählten Entspannungstipps. Die erfordern nicht viel Zeit, sind aber ungeheuer effektiv. Entscheiden Sie selbst, ob Sie lieber eine Bewegungsübung machen oder sich geistig entspannen möchten. Nachfolgend finden Sie auch Tipps, die beides miteinander kombinieren, zum Beispiel das Meditationstanzen oder die fünf Tibeter. Probieren Sie es doch einfach aus! Wenn Sie jeden Abend eine diese Übungen durchführen, werden Sie selbst und Ihre Mitmenschen schnell merken, dass Sie deutlich entspannter sind.
Viel Spass beim Üben!

Unsere Anti-Stress-Tipps

1. Der Klassiker

Ganz schnell und überall durchzuführen ist die folgende Entspannung mithilfe der Atemtechnik: Setzen Sie sich bequem hin und atmen Sie tief ein. Dann versuchen Sie, doppelt so lange auszuatmen. Schon nach wenigen Minuten sind Sie völlig relaxt und können dem ganz normalen Alltagswahnsinn wieder die Stirn bieten.

2. Neuro-Entspannung

Diese Übung stimuliert beide Gehirnhälften und löst so negative Gefühle auf, die durch Stress entstanden sind:
Machen Sie es sich auf einem Stuhl bequem. Schliessen Sie die Augen, nehmen Sie Ihre Fusssohlen wahr, Ihren Po, ihren Atem. Denken Sie nun an eine Situation, die heute grossen Stress bei Ihnen ausgelöst hat. Versuchen Sie, all Ihre Sinne einzusetzen. Was gab es zu sehen? Was zu hören? Welches Gefühl wird in ihrem Körper ausgelöst, wenn Sie an diese Situation denken? Angst? Wut? Wo in Ihrem Körper können Sie dieses Gefühl lokalisieren? Legen Sie Ihre Hand auf die Körperregion, in der Sie die Stressreaktion am stärksten wahrnehmen.
Bewegen Sie nun Ihre geschlossenen Augen langsam von links nach rechts. Tun Sie das mehrere Minuten lang – ganz leicht, gleichmässig und sanft. Ganz von selbst werden sich allmählich angenehme Gefühle in Ihrem Körper ausbreiten. Dann lassen Sie die Pendelbewegung kleiner werden und Ihre Augen zur Ruhe kommen.

3. Die Gedankentruhe

Legen Sie sich auf dem Rücken. Atmen Sie tief durch den Mund ein und durch die Nase aus – also genau anders, als es sonst üblich ist. Dadurch gelangen Sie schneller in eine Tiefenentspannung. Atmen Sie auf diese Weise so lange, bis Sie spüren, dass Ihr Herz langsamer schlägt und sich eine tiefe Ruhe in Ihnen ausbreitet. Betreten Sie nun in Ihrer Vorstellung einen langen Gang, an dessen Ende eine grosse, prachtvoll verzierte Truhe aus Holz steht. Visualisieren Sie diese Truhe sehr genau. Aus welchem Holz ist die Truhe? Welche Schnitzereien können Sie erkennen? Bemalen Sie vor Ihrem geistigen Auge diese Truhe in einem Farbton, der Ihnen im Moment am besten gefällt. Öffnen Sie nun den Deckel und legen Sie alle Gedanken, die Ihnen durch den Kopf schiessen, in diese Truhe. Sie können auch alle Menschen, über die Sie sich im Moment ärgern, in diese Truhe packen – Ihren Mann, Ihre Chefin, Ihre Kinder usw. Dann schliessen Sie den Deckel – wenn Sie wollen, mit einem lauten Knall. In Ihrer Hand halten Sie einen grossen Schlüssel. Sperren Sie die Truhe damit gut zu.

Dann drehen Sie sich langsam und bewusst um, sodass sich die Truhe in Ihrem Rücken befindet. Sie sehen nun vor sich eine Dusche aus Licht. Stellen Sie sich unter den Brausekopf und geniessen Sie das Licht, das wie goldene Wassertropfen auf Sie herniederregnet und Sie umhüllt. Jeder einzelne Tropfen verleiht Ihnen neue Energie.

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie lange genug in diesem vitalisierenden Licht geduscht haben, gehen Sie wieder zurück zur Truhe. Sie können nun alle Gedanken und Menschen, die Sie dort eingesperrt haben, wieder befreien – wenn Sie es denn überhaupt noch wollen…

4. Tanzmeditation

Der Tanz ist eine uralte Möglichkeit, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Allerdings kommt es auf die Art der Musik und des Tanzes an. Beim meditativen Tanz geht es darum, seinen eigenen Rhythmus zu finden und durch möglichst gleichförmige Bewegungen in eine Art Trance zu gelangen, in der jegliches Denken aufhört.

Bilden Sie einen Kreis aus Blumen oder schönen Steinen auf Ihrem Wohnzimmer-Fussboden. In die Mitte des Kreises können Sie eine Kerze stellen. Wenn Ihnen dies zu gefährlich ist, lassen Sie sie weg. Dann legen Sie langsame, meditative Musik auf. Das Angebot ist inzwischen unendlich gross. Lassen Sie die Musik auf sich wirken und bewegen Sie sich in kleinen, langsamen Schritten um den Kreis. Sie können dabei nichts falsch machen. Nach einiger Zeit spüren Sie, wie sich der Tanz verselbstständigt. Die Musik entfaltet ihre heilsame Wirkung. Durch die Bewegung kommen Sie zur Ruhe und wieder ins rechte Lot.

5. Die fünf Tibeter

Die fünf Tibeter sind eine geniale Methode, um gleichermassen geistig und körperlich zu entspannen. Die Körperübungen werden mit einem gezielten Atem-und Achtsamkeitstraining kombiniert. Heraus kommt dabei eine bewegte Meditation. Es ist ein Bewusstseinsprozess, der, regelmässig angewandt, zu mehr Gelassenheit führt.

Die Übung ist relativ leicht zu erlernen und besteht aus fünf Teilen: Der Kreisel – Die Kerze – Der Halbmond – Die Brücke – Der Berg

Wie es genau funktioniert, sehen Sie hier:

 

Bildquelle:Philipp Wiebe/ www.pixelio.de

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.