Herbst Wald

Die richtige Übergangsjacke kommt bei Wind und Wetter zum Tragen

Langsam wird’s ungemütlich draussen – der Herbst ist eingetroffen. Langsam gilt es, die Kleidung zu wechseln – eine Übergangsjacke muss unbedingt her. Wie sollte sie sein, woraus sollte sie sein, wie sollte sie aussehen, was sollte sie leisten– die richtige Übergangsjacke für Herbst/Winter?

Anforderungen an eine Übergangsjacke

Egal ob eher Fieldjacket oder Parka, Stepp- oder Wachsjacke, Anorak oder Blouson, egal ob sportlich oder modisch, uni oder bunt, ob hell oder dunkel, glatt oder rau, ob leicht oder schwer oder was auch immer – eine Übergangsjacke besitzt viele Facetten, Styles und Einsatzmöglichkeiten. Sie sollte – wie schon der Name vermuten lässt – insbesondere zwischen zwei Jahreszeiten, also vornehmlich im Frühjahr und Herbst, zum Einsatz kommen. Dann sind die Temperaturschwankungen relativ gross: Morgens und abends ist es kühl, dazu ziemlich feucht, während mittags in der Regel Sonne und Wärme dominieren. Immer dann, wenn Sie unsicher sind, wie sich der Tag wettermässig entwickeln wird, sind Sie mit einer Übergangsjacke auf der sicheren Seite. Mit diesem Allround-Talent wird‘s Ihnen nicht zu warm und nicht zu kalt – Sie werden also in der Regel weder schwitzen noch frieren, sind so auch vor Erkältungen geschützt.

Funktionen und Materialien

Keine Frage: Frühling und Herbst sind für besonders wechselhaftes Wetter bekannt – mal Sonne, mal Regen, dazu mitunter Wind. Vor allem wasser- und winddicht sollte sie also sein – die perfekte Übergangsjacke. Darüber hinaus sollte sie atmungsaktiv sein. Damit stellt sich die Frage nach geeigneten Materialien. Während die ersten Übergangsjacken noch vornehmlich aus Baumwolle oder Leinen, manchmal auch aus Leder, gefertigt waren, dominierten in den 70er Jahren Synthetikfasern. Danach kam es zu einer Renaissance der Naturmaterialien, ehe sogenannte Funktionsmaterialien Einzug hielten: Die heutigen Fleece- oder Softshelljacken sind Ausdruck dieses Wandels in puncto Materialien. Diese All-in-One- Jacken werden im Prinzip allen Anforderungen gerecht: Sie sind nicht nur wasserabweisend und winddicht, sondern zugleich auch atmungsaktiv. Auf dem Etikett einer Softshelljacke ist dann nicht selten zu lesen: 94 % Polyester, 6 % Elasthan oder gar 100 % Polyester. Wer jetzt allerdings denkt, dass natürliche Materialien gänzlich out sind, der irrt: Auch natürliche Materialien – insbesondere solche aus nachhaltigem Anbau – sind absolut gefragt, legen doch immer mehr Verbraucher grossen Wert auf hohen Tragekomfort. Dabei kommt deren Umweltfreundlichkeit zum Tragen – im wahrsten Sinne des Wortes.

 

Fleece-, Softshell-  oder Lederjacke ?

Wenn Sie eine Übergangsjacke suchen, die nicht nur wärmeisolierend, sondern auch nahezu federleicht und überdies noch flauschig ist, dann sollten zu einer aus Polyester gefertigten Fleecejacke greifen. Dieses Leichtgewicht in Sachen Übergangsjacke ist gerade bei Joggern überaus beliebt – nicht zuletzt auch wegen ihrer Pflegeleichtigkeit. Bei allzu starkem Regen bietet eine Fleecejacke jedoch nicht ausreichend Schutz – in einem solchem Fall sollte besser auf eine Softshelljacke zurückgegriffen werden. Sogenannte Softshells sind ein absolutes „Muss“ im Outdoorbereich, verfügen sich doch über nahezu unbegrenzte Einsatzmöglichkeiten verbunden mit einem hohen Tragekomfort. In Ergänzung zu den Hardshells, den wasserdichten Jacken, sind sie kaum zu toppen und sollten daher in keinem Kleiderschrank fehlen. Softshells sind wasser- und windabweisend und mehrheitlich auch winddicht. Ihre grossen Vorzüge bestehen in ihrem weichen und zugleich dehnbaren Material. Auch rascheln sie nicht unangenehm, wie dies häufig bei den typischen wasserdichten Jacken der Fall ist. Darüber hinaus sind sie extrem atmungsaktiv. Sie können davon ausgehen, dass Ihnen die Softshells in 90 Prozent aller Wetterverhältnisse ausreichend Schutz bieten. Ihre windabweisende sowie winddichte Funktion entfalten die Softshells vor allem durch spezielle Membranen, zum Beispiel Gore Tex Windstopper – sie versprechen hundertprozentige Winddichtigkeit. Und die besondere Webart der Stoffe tut ein Übriges: Stoffe, die sich als stark windabweisend erweisen, sind gleichzeitig auch äusserst atmungsaktiv – ein nicht zu unterschätzender Vorteil. Demgegenüber glänzen die winddichten Materialien durch hundertprozentigen Schutz. Welches Produkt nun das richtige ist, lässt sich so pauschal nicht sagen – zu unterschiedlich sind doch die persönlichen Präferenzen. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Entscheidungsfindung vor allem, wo Ihre Übergangsjacke zum Einsatz kommen soll und wie hoch Ihr persönliches Kälteempfinden ist.

Und dann gibt es ja auch noch die Lederjacke: Mit diesem Multitalent sind Sie nicht nur bei Wind und Wetter geschützt, sondern zugleich auch gut angezogen – besser als in einer typischen Regenjacke & Co. Apropos Regen: Auch eine Lederjacke vermag dem Regen zu trotzen. Einfach grosszügig einfetten – mit viel Lederfett beziehungsweise Öl! Nun haben Sie also die Qual der Wahl – zumindest in Sachen Material.

 

Foto von: Waldili/ www.pixelio.de

 

 

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