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Grillmarinade: So verfeinern Sie Ihr Steak!

Lecker, würzig und zart: Bei den Eigenschaften, die gegrilltes Fleisch haben sollte, sind sich fast alle Grillfreunde einig. Doch vor allem wenn es um die richtige Marinade geht, sind die Vorlieben meist ganz unterschiedlich. Während der eine Griller stets zu fertig mariniertem Fleisch aus dem Supermarkt greift, mariniert der andere Grillfan sein Steak immer nur in selbst gemachter Sauce.

Fertig gekauft oder selbst gemacht?

Im Grunde kann eine hochwertige, fertige Marinade genauso gut schmecken, wie eine selbst gemachte. Allerdings hängt die Entscheidung – neben der persönlichen Einstellung – auch immer von der vorhandenen Zeit ab.
Wenn spontan ein Grillfest ansteht, haben Sie normalerweise keine Zeit mehr, um die Zutaten einzukaufen, eine Marinade herzustellen und das Fleisch auch noch mehrere Stunden darin einzulegen. Bereits mariniertes Fleisch auf den Grill zu legen, ist dann die einfachere Methode, die deutlich schneller geht und weniger Arbeit macht. Wer sich jedoch viel Zeit nehmen will, Spass am Experimentieren hat und auch nicht davor zurückschreckt, etwas mehr für mehrere unterschiedliche, qualitativ hochwertige Zutaten auszugeben, kann für eine selbst gemachte, aussergewöhnliche Marinade viel Lob ernten.
Doch auch wenn jeder einen anderen Geschmack hat und andere Prioritäten setzt, gibt es einige Tipps, mit denen sowohl Anfängern als auch Profigrillern das perfekte Steak gelingt, das ihnen und den zur Grillparty eingeladenen Gästen gleichermassen gut schmeckt.

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Würzige Grillmarinade für Rindfleisch

Ein schönes Rindersteak ist wohl die Krönung jeder Grillparty. Wenn die Qualität stimmt, kann es auch ganz ohne weitere Gewürze gegrillt werden und anschliessend eine wahre Köstlichkeit sein. Doch mit einer würzigen Marinade werden die Steaks in der Regel noch leckerer. Als Grundzutaten für eine gelungene Rindfleischmarinade gelten Essig, Öl, Wein und eventuell Sojasauce. Auch Whisky ist gut geeignet, um ein tolles Steak noch weiter zu verfeinern.
Das Fleisch sollte schon mindestens zwei bis drei Stunden, bevor es auf den Grill gelegt wird, mariniert werden, damit die Marinade ordentlich einziehen kann. Wer Zeit hat, lässt es besser über Nacht in einer luftdicht verschlossenen Plastiktüte im Kühlschrank liegen. So wird das Fleisch zarter und die Gewürze sowie die Säure haben ausreichend Zeit, um in das Fleisch einzudringen. Das Rindfleisch bekommt auf diese Weise noch mehr Geschmack und hält sich sogar länger.
Rindfleisch kann gut mit verschiedenen Kräutern gewürzt werden. Ob die Marinade noch mit Rosmarin, Oregano, Thymian, Pfeffer, Majoran, Nelken, Senfkörnern, Knoblauch oder vielleicht Salbei verfeinert werden soll, ist Geschmackssache. Auch eher süsse Gewürze wie Honig, Zucker, Ingwer oder sogar ein paar Lavendelblüten können gut hinzugefügt werden. Auf keinen Fall sollte jedoch Salz in die selbst gemachte Marinade gegeben werden, da das dem Fleisch Wasser entzieht, es austrocknet und zäh macht.

Schweinefleisch in herzhafter Marinade

Beim Schweinefleisch sollten Sie darauf achten, es immer vor dem Grillen zu würzen. Eine Grillmarinade die viel Öl enthält, sorgt dafür, dass beispielsweise Stielkoteletts vom Schwein, die ansonsten schnell austrocknen, lange saftig bleiben. Wenn sich das Schweinefleisch vorab einige Stunden mit der würzigen Marinade vollsaugt, können die Aromen besonders gut eindringen und das Fleisch wird zart und lecker. Länger als zwei oder drei Tage sollte das marinierte Fleisch jedoch nicht im Kühlschrank aufbewahrt werden. Gerade herzhafte, würzige Schweinefleischmarinaden lassen sich gut mit Bier anreichern. Wenn die Würzmischung bereits Zwiebeln oder Knoblauch enthält, passt der herbe Biergeschmack besonders gut dazu. Wer einen süsslichen Biergeschmack vorzieht, nimmt Altbier, wenn Sie es herben mögen, greifen Sie zu Pils.
Ein bewährtes Rezept besteht aus:

• 0,5 Liter Bier
• 1 EL Senf
• 1 Zwiebel
• 2 Knoblauchzehen
• ½ TL Senfkörner
• 1 TL Thymian

Zuerst schälen Sie die Zwiebel und schneiden sie in Ringe. Dann schälen Sie die Knoblauchzehen und schneiden sie in dünne Scheiben. Vermischen Sie die Zwiebel und den Knoblauch zusammen mit den anderen Zutaten in einer grossen Schüssel, die Sie luftdicht verschliessen können. Lassen Sie die Schweinesteaks darin über Nacht durchziehen.

Exotisch-fruchtiges Geflügel

Geflügel wie Putensteaks, Hähnchenschenkel, Brustfilets oder Hähnchenflügel sind eine schmackhafte und leichtere Alternative zu eher fettem Grillfleisch wie etwa Schweinenackenkoteletts. Beim Marinieren von Geflügelfleisch werden gern exotische Zutaten hergenommen, die dem Fleisch eine leicht süssliche, frische Note verleihen. Curry, Honig, Orangensaft, Sojasauce oder Rotwein lassen das Geflügel süss-sauer und fruchtig schmecken.
Für Geflügelfleisch besonders geeignet ist beispielsweise eine Chili-Honig-Marinade aus:

• 100 ml Sojasauce
• 50 ml Honig
• 100 ml Olivenöl
• 1 Chilischote

Zunächst werden die Chilischoten gewaschen, halbiert und klein gehackt. Die Kerne und das Innengehäuse sollten dabei entfernt werden. Dann werden die klein geschnittenen Chilis mit Sojasauce und Honig verrührt. Anschliessend mischen Sie das Öl unter und verrühren alles miteinander. Das Geflügelfleisch sollte mindestens ein paar Stunden in der Marinade eingelegt werden

Bildquelle: Rainer Sturm/ www.pixelio.de

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