5 Sicherheitstipps für das Gartentrampolin

Infografik zu Sicherheitstipps auf dem Gartentrampolin

Sicherheitstipps für das Gartentrampolin

Endlich ist der trübe Winter vorbei und man kann sich auf angenehme Temperaturen einstellen. Neben Shorts auspacken und leckeres Eis schlecken,  heisst das vielerorts auch die Abdeckung von den Gartenmöbeln zu nehmen und sauber zu wischen, den Grill auf Vordermann zu bringen, schon mal frische Erde und Samen für die Blumen zu besorgen und die Hollywoodschaukel einzuölen. Um das Gartenerlebnis auch für die Kleinen perfekt zu machen, steht in vielen Gärten mittlerweile auch ein Trampolin. So können die Kinder ihrem Hüpfspass nachgehen, während Papa vor dem Grill steht und die Würstchen brutzeln lässt und Mama es sich bequem auf der Hollywoodschaukel gemacht hat. Jedoch stellt sich hier auch oft die Frage, wieviel Unfall- und Verletzungsrisiko solche Gartenrampoline eigentlich mit sich bringen.

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Kinder unbeaufsichtigt auf dem Gartentrampolin?

Kann ich mein Kind wirklich sorglos herumtollen lassen, während ich meiner Gartenarbeit nachgehe? Die Antwort lautet : „Nein!“. Denn wie alle Eltern wissen, birgt die Unternehmungslust,  Entdeckungsneugierde und die vitale Energie jedes Kindes automatisch auch ein gewisses Verletzungspotenzial. Und ja, bei Trampolinen kann dieses Potenzial aufgrund von Unwissenheit und Fahrlässigkeit erhöht werden, in welchem Lebensbereich jedoch nicht? Zwar gibt es für die Schweiz keine offiziellen Zahlen, in den USA aber schätzt die Consumer Product Safety Commission (CPSC) die Zahl der Personen, die aufgrund eines Trampolinunfalls behandelt werden mussten, auf fast 95,000 ein. In der EU gibt es die Norm DIN EN 71-14, nach welcher Trampoline für den häuslichen Gebrauch auf Qualitäts- und Sicherheitsmerkmale geprüft werden. In der Schweiz gibt es keine Norm für den privaten Trampolingebrauch, sehr wohl aber die Norm DIN EN 71-8, welche die Qualität von Kinderspielgeräten regelt oder die Sportgerät-Norm DIN EN 13219.

Hält man sich dann noch an die folgenden, grundlegenden Tipps, kann das Unfallrisiko bereits erheblich vermindert werden. So ist die Verantwortungspflicht ein Aspekt, an den viele Eltern nicht immer sofort denken, welcher aber grundlegend ist, vor allem wenn auch andere Kinder (von Nachbarn oder Gästen) das Trampolin nutzen. Man trägt als Eigentümer zwar keine Haftungspflicht (wie es in anderen europäischen Ländern der Fall ist), da das Trampolin in der Regel nicht fest im Boden verankert ist und dementsprechend nicht als Werk gilt, ist aber nicht von seiner Verantwortungspflicht befreit. Deswegen gilt es, alle nötigen Vorkehrungen zu treffen um so ein höchstes Mass an Sicherheit zu gewährleisten.

Sicherheitstipps für das Trampolin

1. Sicherheit und Qualität: Dies ist keineswegs gleichzusetzen mit einem Markenprodukt und einem hohen Preis. Es sollte eine stabile Konstruktion, die Federn ausreichend lang und das Sprungtuch aus reissfestem Material sein. Hier können Qualitätssiegel einen wichtigen Hinweis liefern. Abgerundet wird das ganze durch ein Sicherheitsnetz und ausreichender Polsterung, es sollten auf keinen Fall Metallteile „rausgucken.“
2. Gewissenhafter Aufbau: Für den Aufbau sollte man sich sicherheitshalber Jemanden zur Hilfe holen, genau nach Anweisung vorgehen und alles fest montieren. Ein netter, hilfsbereiter Nachbar oder Freund, dem Sie es NACH dem Aufbau mit einem Bier oder einer leckeren Grillwurst danken können. Das Trampolin auf einer ebenen, soliden Fläche aufstellen.
3. Einweisung: Die Kinder vor dem ersten Springspass auf einen vorsichtigen Gebrauch hinweisen. Keine riskanten und waghalsigen Sprünge und nur so hoch springen, dass man es unter Kontrolle hat – sonst hat es sich schnell wieder ausgehüpft.
4. Benutzung: Die meisten Unfälle passieren, wenn mehrere Kinder gleichzeitig auf dem Trampolin herumturnen. Deswegen: Immer eine erwachsene Person als Aufsichtdabei haben und darauf achten, dass jeweils nur ein Kind auf dem Sprungtuch ist. Nie mit schwerem Schuhwerk oder nur in Socken springen lassen, im besten Fall barfuss oder in Schuhen mit dünnen Sohlen. Keine Gegenstände wie etwa Spielzeug auf dem Trampolin – und auch nicht in unmittelbarer Umgebung des Trampolins-  liegen lassen, und bei Regen erst gar nicht die Abdeckung entfernen – ein nasses Trampolin birgt zu viel Rutsch- und damit Verletzungsgefahr.
5. Regelmässige Wartung: Sind die Federn noch in Ordnung? Wie ist die Spannung des Sprungtuchs? Gibt es Löcher im Sprungtuch oder im Sicherheitsnetz? Stehen Teile des Rahmens hervor, ist der Rahmenschutz beschädigt? Eine regelmässige Kontrolle ist unverzichtbar. Kleiner Tipp: Legen Sie sich doch „Kontrollheftchen“ zu, in welchem Sie Ihre Kontrollen vermerken. Wer mit der Zeit gehen will, kann sich auch eine Notiz im Smartphone machen und einen regelmässigen Alarm einstellen, beispielsweise im monatlichen Turnus, um einen „Rundumcheck“ durchzuführen. Hier können Sie auch Ihre Kinder direkt mit einbinden, um ihnen die Wichtigkeit von Sicherheit und Qualität des Trampolins zu vermitteln.
Hält man sich an diese Punkte, ist man schon mal auf dem richtigen Weg, das Verletzungsrisiko so gering wie möglich zu halten. Und dann dürfen sich auch mal die Grossen – natürlich unter Einhaltung der Regeln- gerne am Trampolin versuchen.

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