Tipps für Autoreisen mit Kindern

Sind die Kinder erst einmal alt genug für die erste Reise, ist das für die Eltern ein Grund zur Vorfreude auf mehr Flexibilität und eine weitere gemeinsame Aktivität als Familie. Gerade kleine Kinder können auf Reisen aber auch anstrengend für die Eltern werden, was sich wiederum auf die Kleinen überträgt und sie nur noch unruhiger werden lässt. Reisen mit Kindern brauchen daher etwas Planung, damit sie für alle Beteiligten so angenehm und erholsam wie möglich werden. Was also können Eltern tun, damit ihren Kindern die Reise Spass macht und für sie nicht zu anstrengend wird?

Die Reiseapotheke für Kinder

Kindern kann auf langen Autofahrten übel werden, da ihr Gleichgewichtssinn noch nicht so ausgereift ist wie der eines Erwachsenen. Auf Flugreisen können sie Schluckbeschwerden und Ohrenschmerzen bekommen. Dagegen sollten Eltern immer mit Spucktüte und Lutschbonbons zur Unterstützung des Schluckreflexes gewappnet sein. Bei schlimmen Beschwerden kann ein Kinderarzt vorher sanfte Medikamente verschreiben, die ebenfalls helfen. Das sollte allerdings nur im äussersten Notfall überlegt werden. Darüber hinaus sollten Fieberzäpfchen oder ein anderes bewährtes und bereits erprobtes Mittel gegen Fieber und Kopfschmerzen mitgeführt werden. Eine kleine Infektion kann schneller als gedacht eintreten – dann ist schnelle Hilfe gefragt, damit es weitergehen kann.

Dinge aus dem Zuhause mitnehmen

Kinder brauchen Sicherheit. Selbst, wenn sie mit den Eltern verreisen, können sie sich in einer völlig neuen Umgebung zunächst unwohl fühlen. Das passiert vor allem nachts, wenn die Eltern schlafen, kann aber auch tagsüber kommen, wenn sich die Erwachsenen alleine ohne die Kinder beschäftigen. Liebe Verwandte helfen da nur wenig. Eine grosse Hilfe sind dagegen Mitbringsel wie Kuscheltiere und Schmusetücher, Lieblingsbücher und andere gewohnte Dinge aus dem Zuhause. Sie sind vertraut, mit schönen Erinnerungen und oft auch mit Gerüchen von daheim verbunden, was gerade kleine Kinder sehr beruhigen kann.

Unterhaltung im Auto

Lange Autofahrten sind die anstrengendsten Teile der ganzen Reise. Die Eltern können sich entweder aufs Fahren konzentrieren oder eine Weile einfach still sein, Kinder werden dagegen schneller ungeduldig. Sicherlich erinnert sich jeder selbst an lange Autofahrten aus der Kindheit, die im Rückblick gar nicht so lang waren, wie sie damals erschienen. Genauso erleben es die eigenen Kinder heute. Um lange Autofahren für die Kleinen zu verkürzen, helfen:

  • Hörbücher für Kinder (oder auch für Erwachsene, das macht sie besonders spannend)
  • vorgelesene Geschichten
  • Spiele (Apps, kleine Spiele zum Mitnehmen)
  • Ratespiele (vor allem mit grösseren Kindern)

Spielzeug für die Kinder sollte klein genug zum Mitnehmen, aber auch unterhaltsam sein. Ein iPad oder ein anderer Tablet-PC erleichtert es den Eltern ungemein, denn darauf können sie auch spontan ein neues Spiel herunterladen, wenn die alten Apps zu langweilig werden. Hörbücher, Lesebücher (zum Vorlesen bei kleineren Kindern) oder
auch Ratespiele wie Kennzeichenraten oder „Ich packe in meinen Koffer und nehme mit…“ sind gerade für ältere Kinder eine tolle Unterhaltung, die sogar Bildungswert haben kann. Sie können zur Abwechslung eingeworfen werden, und wenn die Erwachsenen keine Lust mehr haben, dürfen die Kleinen wieder mit dem Tablet-PC neue Apps entdecken.

Pausen sind wichtig für Kinder

Irgendwann hilft selbst das interessanteste Ratespiel nichts mehr – die Kleinen brauchen eine Pause. Mit der Zeit melden sie sich von alleine, wenn sie etwa zur Toilette müssen. Das sollte nach Möglichkeit gleich mit einem Zwischenstopp verbunden werden. Eine Viertelstunde kann schon ausreichen, manchmal muss es auch eine halbe Stunde mit Bewegung sein. Viele Autobahnraststätten sind im Sommer mit Sitzbänken an der frischen Luft, kleinen Spielplätzen oder Tischtennisplatten ausgestattet, sodass der Zwischenstopp kurzweilig bleibt. Auch im Winter kann man die Pausen nutzen, um sie zusammen mit den Kindern zu erkunden. Zwischendurch sollte man den Kleinen auch etwas zu Essen geben, was sich ebenfalls als Pausengelegenheit anbietet. Meistens werden sich Kinder von ganz alleine melden, wenn sie etwas brauchen, sodass die Pausen alleine deswegen schon eingehalten werden. Idealerweise bringt man für die Fahrt etwas mehr Zeit mit, um sich auch etwas nach den Kindern richten zu können.

 Foto von: Dieter Schütz / www.pixelio.de

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