Ameisen

Was hilft gegen Ameisen im Garten?

Grundsätzlich gehören Ameisen zu den Nützlingen, denn sie vernichten Ungeziefer an Blumen, Obstbäumen und Sträuchern. Allerdings vermehren sie sich sehr schnell und züchten andere Schädlinge.

Die Schwarze Wegameise ist in den hiesigen Gärten am meisten verbreitet, weshalb sie auch als Gartenameise bezeichnet wird. Ameisen ernähren sich von Insekten, aber auch vom Honigtau der Zikaden, Schildläuse und Blattläuse. Diese vernichten sie nicht. Vielmehr züchten sie von den Schädlingen wahre Kolonien. Ein verstärktes Vorhandensein von Blattläusen führt zu einem hohen Blattverlust an den Nutz- und Zierpflanzen. Gärtner sehen Ameisen in ihrem Garten aus diesem Grunde gar nicht gern. Zudem unterhöhlen die kleinen Tierchen Terrassenplatten und Gehwege. Das gefährdet die Stabilität der Pflasterungen.

Ökologische Mittel zur Ameisenbekämpfung

Der Fachhandel bietet eine Reihe von Ameisenbekämpfungsmitteln an. Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe lässt allerdings schnell erkennen, dass es sich hierbei grösstenteils um gesundheitsschädigende Mittel handelt, die auch andere Tierarten und den Menschen gefährden können. Wenn überhaupt derartige Präparate gekauft werden, dann sollten es ökologisch unbedenkliche sein. Hierzu zählen

  • Mittel mit dem Inhaltsstoff Kieselgur, der eine mechanische Wirkung auf den Organismus der Ameise ausübt
  • Auch die Wirkstoffe Neemöl und Wacholderöl haben sich bewährt
  • Der Wirkstoff Spinosad gehört auch zur biologischen Ameisenbekämpfung Allerdings schädigt das Mittel die Honigbiene. Daher sollte es nicht verwendet werden.

Hausmittel – Preiswert und wirksam

Preiswerter und nicht weniger wirksam sind ohnehin die traditionellen Hausmittel, die seit vielen Jahrzehnten zur Vernichtung von Ameisen verwendet werden:

  • Die Strassen der Ameisen mit Backpulver bestäuben
  • Nahrungsgrundlage entziehen:  An den Pflanzen vorhandene Blattläuse sollten abgesammelt oder mit biologischen Mitteln beseitigt werden. Dann müssen sich die Tiere einen neuen Lebensraum suchen. Ebenfalls zum Umzug gezwungen sind die Ameisen, wenn das Erdreich stark gewässert wird.

Je eher man mit der Bekämpfung der Ameisen beginnt, desto früher ist man sie los. Das bedeutet für den Gärtner, gefährdete Bereiche sowie Pflanzen regelmässig zu prüfen. Bevor synthetische Wirkstoffe zum Einsatz kommen, sollten Hausmittel und ökologische Präparate getestet werden. Dies dient dem Umweltschutz und der eigenen Gesundheit.

Foto: lirtlon-Fotolia.com

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